InterCity in Homburg Saar



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Güterschienenverkehr in Homburg

Einst gab es insgesamt sechs Industriegebiete mit Gleisanbindung in Homburg. Vier davon sind noch heute aktiv. Das sind im Einzelnen; Industriegebiet Mitte, Industriegebiet West, Lappentascher Hof und ehemaliger Zollbahnhof. Auf der Rangier-, und Gütergleisanlage am Hauptbahnhof werden vom produzierenden Gewerbe Waggons be-, oder entladen und Züge zusammengestellt bzw. mit Einheiten aus anderen Städten der Umgebung zusammengefasst. Dafür stehen sind eine Rangierlok und eine Werkslok in Homburg stationiert. Bei hohem Lade-, und Rangieraufkommen kommt eine zweite Rangierlok vom Typ V90 dazu. Gelegentlich ist eine schwarze MaK G 1206 im Einsatz. Einen Videoschnitt über Güterverkehr in Homburg ist hier zu sehen.

Blick auf die Güter-, und Abstellgleise, die hinter den Personenverkehrsgleisen liegen
Gütergleisanlage in Homburg

Güterstellwerk mit Gleisplantafel an der Wand
Altes Stellwerk


Das älteste Industriegebiet in Homburg ist das Industriegebiet Mitte. Seit Jahren dampft und raucht es dort wieder, weil wieder produziert wird. Größtes dort ansässiges Unternehmen ist die Firma Saar-Blank-Stahl. Die Gütergleisanlage in diesem Industriegebiet werden von Saar-Blank-Stahl heute wieder genutzt.
Güterzug im Industriegebiet Mitte in Homburg

Von der Gleisanlage, unweit des Hauptbahnhofes führt eine Schiene herunter.
Gleise zum Industriegebiet Mitte in Homburg


Im Jahre 1970 wurde eine umfangreiche Schienenanlage im damals neu erschaffenen Industriegebiet Ost
angelegt. Diese Gleisanlage bestand aus einer Rampe und kleinen Verschiebeanlage. Abgezweigt
wurde diese Schienenlage vom Gleis der Strecke Homburg-Waldmohr-Glan Münchweiler-Bad Münster a.Stein,
der sogenannten Glantalbahn. Nach links zweigt vom Hauptgleis die Schienenverbindung zur Firma Michelin
ab, nach rechts ein Gleis zu Bosch, Werk Ost. Vom Michelingleis führte noch einmal
ein Gleis ab. Es führt zum Werk von INA-Schäffler. Die Verbindungsweiche, die das
Nebengleis Michelin mit dem zur Firma INA-Schäffler verband, wurde vor einigen Jahren abgetragen. Folgt
man zu Fuß dem Gleisbett, gelangt man zum Anschlussgleis der Firma INA-Schäffler. Die gesamte Gleisanlage
wurde etwa bis Mitte der achtziger Jahre benutzt.

Diese Aufnahme enstand unter der Brücke der Hauptbahnlinie Mannheim-Saarbücken.
Von der Hauptstecke (Glantalbahn) zweigt nach links das Michelin-Gleis ab.
Anschlussgleis zum Michelin Werk in Homburg

Cirka 150 mtr in Richtung Waldmohr: Deutlich sichtbar sind die fehlende Weiche und das Gleis,
welches, hier im Bild nach links, zurück zur Firma INA-Schäffler führte.
Ausgebaute Weiche im Industriegebiet Ost in Homburg

Die Weiterfürhung des Gleises auf das Gelände von INA-Schäffler.
Anschlussgleis INA-Schäffler in Homburg

200 mtr weiter in Richtung Waldmohr zweigt nach rechts das Bosch-Gleis ab.
Alle drei Gleise auf einen Blick. Links zur Michelin, mittig die Glantalbahnlinie, rechts das Bosch-Gleis.
Im Hintergrund die Brücke der Berliner Straße.
Abzweigung zum Werk Ost Bosch in Homburg

300 mtr weiter in Richtung Waldmohr liegt die stillgelegte Rangieranlage der Gütergleise
vor dem Michelin Werk. Zwei Gleise führen direkt ins Werksgelände unter eine Krananlage.
Gütergleise Michelin Werk in Homburg

Interessant an dieser Stelle sind die Einprägungen mit Jahreszahl in den Schienen selbst.
Sie sind deckungsähnlich mit der Fertigstellung der dort befindlichen Werke. Michelin 1971, Bosch 1982.
So zeigt die Schienenprägung des Michelin-Gleises Völklingen 1970
Völklingen 1970 in der Eisenbahnschiene zum Michelinwerk in Homburg

Und das Boschgleis zeigt die Einprägung Krupp 1980.
Krupp 1980 in der Eisenbahnschiene zum Bosch-Werk 3 in Homburg

Der Vollständigkeit halber, das Hauptgleis (Glantalbahnlinie) zeigt folgende Einprägung.
Offenbar wurde diese 1904 gebaute Eisenbahnlinie um das Jahr 1960 modernisiert.
Bochum 1960 in der Eisenbahnschiene in Homburg

Ein Zug auf der KBS 670 überquert die stillgelegte Strecke der Glantalbahn
bahnbrücke

Aber auch diese stillgelegten Schienen und Gleise sind seit 2014 Geschichte, denn sie wurden ab dem
Freizeitbad bis zur Autobahn 6 abgetragen. Auf der Trasse ist ein Autobahnzubringer geplant. Dieser
Autobahnanschluss Homburg-Ost wird ab der A6, vorbei zwischen Michelin und Bosch mit Anschlüssen zur
Berliner Straße und weiter bis zur Kaiserslauterer Straße, zwischen Bruchhof-Gewerbegebiet und Kombibad, geführt.
Dadurch wird der gesamte LKW-Verkehr im Industriegebiet Ost und auch Mitte auf direktem Wege zur Autobahn
geleitet. Im Foto lila dargestellt.

Autobahn 6 Anschluss Homburg-Ost

Aktuelle Fotos (2017). Foto oben wurde auf der Brücke unweit der PWV Peter-Schulzen-Hütte, Vogelbacher Weg
Richtung Norden aufgenommen. Foto darunter die Brücke, unter der künftig eine Straße verlaufen wird
Foto unten: Zwischen Kombibad und Brücke. Schienen weg, Schweller weg, alles weg.

Glantalbahn Homburg

Glantalbahn Homburg

Glantalbahn Homburg demontiert


Hier der Zusammenhang auf einen Blick. Schienenlage der beiden Industriegebiete.
Gütergleise in Homburg-Ost


Das Industriegebiet West hat ebenfalls eine lange Tradition. Es liegt zwischen
Homburg-Mitte und Homburg-Beeden. Größtes Unternehmen ist Thyssen-Krupp, ehemalig
Gerlach-Werke. Im Gegensatz zum Schienenstrang Ost ist das West-Gleis hochliegend
und führt auf einer Brücke über der alten Bundesstraße 40 ins Industriegebiet West.

Hier eine Werkslok auf dem Gelände von Thyssen-Krupp.
Werkslok in Homburg

Eine V60 Rangierlok ins Industriegebiet West
Werkslok in Homburg


Das Industriegebiet Zunderbaum liegt gut 2,5 km vom Hauptbahnhof entfernt. Dort befindet sich die Gleisanlage des ehemaligen
Materialdepots der Bundeswehr. Diese Gleisanlage zweigt vom Gleis der Strecke Homburg-Bexbach-Neunkirchen
ab. In unmittelbarer Nachbarschaft dazu siedelten sich in jüngster Zeit zwei Großbetriebe an, INA-Lineartechnik
und Firma Omlor, so dass von einem Industriegebiet gesprochen wird.
Allerdings liegt unweit davon der Autobahnanschluss Homburg. Eine Reaktivierung oder gar Erweiterung
dieser Gütergleisanlage ist daher höchst unwahrscheinlich.
Hier im Bild die stillgelegte Gleisanlage Zunderbaum zum ehemaligen Bundeswehrdepot.
Industriegebiet Zunderbaum in Homburg


Von der Hauptstrecke Mannheim-Saarbrücken zweigt eine andere Gütergleisanlage, zum Industriegebiet Zollbahnhof, ab.
Hier befindet sich heute der Hombuger Gleisbauhof. Dort wird u.A. Schotter aufbereitet. Im Bild die Gleisanlage am Gleisbauhof in Homburg.

Güterverkehr Gleisbauhof in Homburg


Das Industriegebiet Lappentascher Hof ist mit dem Gleisanschluss der Strecke nach Bexbach verbunden
und zwar über das Anschlussgleis zum Zunderbaum. Angefahren werden zwei bedeutende Firmen in Homburg.
Der Inhaber einer Firma davon scheint Eisenbahnfreund zu sein. Vor einer seiner Firmen ist diese alte Werkslok zu sehen.

Werkslok Firma Sehn

Einfahrt zur Firma SRP in Homburg.
Gütergleis Lappentascher Hof

Auf einen Blick. Industriegebiete West, Lappentascher Hof, Zunderbaum und Zollbahnhof
Industriegebiete West in Homburg

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Vor einigen Jahrzehnten gab es in Homburg noch anderswo Güterverkehr und zwar entlang der
Güterbahnhofstraße mit eigenem Gleisanschluss, Laderampe, Kopframpe und Güterschuppen.


Im Laufe der Zeit wurde diese Gleisanlage kontinuierlich ausgebaut. Schon lange stillgelegte Teile
sind aber heute noch sichtbar, doch man muss schon genau hinschauen. So zum Beispiel an der
Güterbahnhofstraße vom Bahnhof weg. Richtet man den Blick auf die Schienenanlage, fällt ein stillgelegtes
Gleis auf, welches einst direkt am Bahnhofsgebäude begann. Das war früher Gleis 1.

Ehemaliges Gleis 1

Nach seiner Stilllegung wurde Bahnsteig 2 zum Bahngleis 1 und erklärt somit, weshalb es am Homburger
Bahnhof heute kein Gleis 2 gibt. Folgt man der Güterbahnhofstraße weiter, vorbei an der ehemaligen Laderampe
und dem ehemaligen Güterschuppen, finden sich im Boden noch zwei Gleise. Das Eine davon war das frühere
Biergleis, an dem die Karlsberg Brauerei ihre Bierfässer per Schiene tranportieren ließ. Der andere
Schienenstrang führt parallel zu Bahnhofsgleisen entlang der Güterbahnhofstraße, dem heutigen
Möbelgeschäft Fröhliches M bis kurz vor der Post.

Das ehemalige Gleis 1, links der Abzweig zur Kopframpe, führt geradeaus an der Laderampe und dem
alten Güterschuppen vorbei. Über die Weiche, vor Jahren ausgebaut, führte das Gleis nach Zweibrücken
und ins Bliestal.
Kopframpe

Noch heute deutlich sichtbar sind die beiden Gütergleise auf dem Gebiet von Homburg-Stadt.
Biergleis

Gelb die stillgelegten Gleise inkl. ehemalig Gleis 1. Rot kennzeichnet das heutige Gleis 1
Güterbahnhofstraße Homburg

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